Was sind denn eigentlich Flexitarier?

Wikipedia erklärt den Begriff so:

"Der Flexitarismus ist eine Esskultur, welche den Fleischkonsum zulässt, ihn jedoch nicht zum Mittelpunkt macht. Flexitarier essen nur selten, nur ausgewähltes oder nur wenig Fleisch." 
https://de.wikipedia.org/wiki/Flexitarismus

Der Begriff ist sogar im Duden zu finden:

"Flexitarier: Person, die sich überwiegend vegetarisch ernährt, aber auch gelegentlich hochwertiges, biologisch produziertes Fleisch zu sich nimmt“
http://www.duden.de/rechtschreibung/Flexitarier

Die Realität sieht aber ganz anders aus. Der Begriff ist ein typisches Notargument (Ausrede) für Menschen die, die Notwendigkeit von Veganismus nicht zugeben wollen. Der Ausdruck hat seinen Ursprung wohl so gefunden, dass es Menschen gibt, die nicht zu jeder Mahlzeit Fleisch essen oder vielleicht einmal die Woche darauf verzichten.

"Ich esse ja nur ganz wenig Fleisch, vom Bio-Metzger meines Vertrauens um die Ecke."

Tatsächlich gibt es zwischen Flexitarier und Omnivore keinen definierbaren Unterschied. Die Allermeisten Menschen würden sich als Flexitarier bezeichnen, entweder weil sie keine Ahnung haben, wie viel Tierprodukte sie tatsächlich konsumieren, oder weil sie es nicht zugeben wollen. Man muss sich ja nur mal überlegen, ab wann man denn bitte kein Flexitarier ist?

  • Fakt ist leider immer noch, dass fast 100% der Tierprodukte aus der Massentierhaltung kommen. Der durchschnittliche Deutsche konsumiert 60kg Fleisch, über 200 Eier und 100l Milch (-Produkte) im Jahr.

Natürlich ist weniger = "besser" als der völlig hemmungslose Tierkonsum. Aber "besser" ist hier nichts anderes als ein etwas kleineres Übel, aber eben immer noch ein Übel.

Ethisch motivierte Flexitarier?

Für Tiere geht es um Leben oder Tod und man kann ein Tier nicht nur ein "bisschen" töteten!