Oder auch Serviettenknödel

Leider findet sich in nahezu allen Fertigprodukten Trockenei, Alternativ gibt es von der Bio-Marke Eden vegane Semmelknödel Fertigmischung, oder im Kochbeutel von Bruno Fischer (ebenfalls von der Marke Eden).

Daher hier ein tolles Rezept für schnittfeste Serviettenknödel.

Für dieses Rezept benötigt man Kunstdarm, möglichst groß (100er), dieser ist in der veganen Küche sehr vielfälltig verwendbar und ist seine Anschaffung durchaus wert.

Zutaten:

  • 250g Knödelbrot gekauft, selbst gemacht, oder gemischt.
    Der Vorteil bei gekauftem ist, dass es sehr gut durchgetrocknet ist, dafür etwas sehr klein geschnitten.
    Der Vorteil bei selbst gemacht ist, dass man es größer Schneiden kann. Ich empfehle es zu mischen.
  • 1L Sojamilch
    Natürlich geht auch jede andere Pflanzenmilch, aber Sojamilch hat den höchtens Lecithinanteil und bindet hier am besten ab.
  • 50g frische Petersilie, gehackt
    Oder getrocknete, dann aber deutlich weniger, sonst werden die Knödel dann doch etwas zu grün.
  • 50g Röstzwiebeln
    Natürlich kann man sich auch selbst Zwiebeln anrösten, aber ich empfehle fertige, sind auch immer vegan.
  • 100g Mehl
  • Salz & Schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  • Bis auf die Sojamilch alle Zutaten in einer großen Schüssel vermischen.
  • Die Sojamilch hinzugeben und vermischen.
  • Die recht flüssige Masse zügig in den Kunstdarm geben. Wartet man zu lange, zieht sich das Knödelbrot mit der Milch voll und es wird schwierig, Luftblasen zu vermeiden.
  • Den Kunstdarm möglichst ohne Luftblasen fest verschließen (mit einer Schnurr oder einem Knoten). Je nach Größe des Kunstdarms, langt die Masse für mehrere Füllungen. Hat man keinen sehr großen Topf, empfiehlt es sich selbstredend, nicht die volle Länge des Kunstdarms auszunutzen.
  • Den gefüllten, fest verschlossenen Kunstdarm gut eine Stunde köcheln lassen.
  • Nach dem Kochen kommt einem das "Packet" e.v. noch etwas zu weich vor. Das ändert sich, wenn man ihn (am besten aufgehängt) vollständig abkühlen lässt.
  • Im Ideallfall lässt man ihn nach dem Auskühlen noch eine Nacht im Kühlschrank.
  • Jetzt kann man die "Knödelstange" bequem in Scheiben schneiden und in der Pfanne anbraten.

Ein Genuss! Die perfekte Beilage für jedes Festessen.

Die fertigen "Knödelstangen" sind selbst ungekühlt, sehr lange haltbar, solange sie nicht angebrochen sind.

Tipp: Produzieren Sie im Voraus, das spart in der Summe nicht nur Energiekosten, sondern auch jede Menge Zeit. 

Varianten:

  • Das Ganze kann man noch toppen, wenn man das Knödelbrot durch alte Brezeln ersetz, Brezelknödel!
  • Das Rezept funktioniert auch ohne Kunstdarm, allerdings sollte man etwas weniger Sojamilch nehmen und den Teig durchziehen lassen. Statt des Kunstdarms nimmt man dann ein altes, fusselfreies Geschirrtuch. Natürlich ist das Ergebniss nicht so lange haltbar.
  • Man kann mit dem Rezept auch einzelne Knödel zum direktem Verzehr herstellen. Einfach wieder etwas weniger Sojamilch und nur in siedendes Wasser geben, damit die Knödel nicht sofort auseinander fallen. Die Kochzeit verkürzt sich entsprechend.