Vegane Bratwurst lässt sich, wie jede Seitan-Kreation, ganz einfach selber machen. Hier unsere simple, extrem schnelle und fettfreie(!) Eigenkreation, die sich beliebig erweitern oder abwandeln lässt.

Zum Beispiel zu Weißwurst.

In Abwandlung dieses Rezepts können Sie jede beliebige Wurst imitieren. Verschiedene Gewürze, Flüssigrauch, verschiedene Mehle, ob Sie Öl in den Teig geben oder nicht - das alles macht einen Unterschied.

Zutaten:

  • Einen Mehlanteil von 50%-70% Gluten und 30%-50% entfettetes Sojamehl.
    Sie können auch Sojagranulat, das für Bolognese-Sauce, Chili etc. perfekt ist, mit dem Mörser zu Mehl zerstroßen und direkt, ohne Einweichen, mit dem Gluten vermengen. So machen wir das zumindest. Sojagranulat ist bei uns ein Standard-Produkt im Lebensmittelschrank. Es ist günstig, im Gegensatz zu tierischem Hackfleisch lange haltbar und vielseitig einsetzbar. Wer Soja verträgt, kann mit Granulat tolle, traditionelle Gerichte veganisieren - Lasagne, Füllungen, Braten, Chili und eben diverse Seitankreationen.
  • Scharfer Senf in beliebiger Menge. (Bei 200-300 Gramm Mehl nehmen wir 2-3 Esslöffel scharfen Senf.)
  • Tomatenmark (Doppelte Menge des Senfs.)
  • Optional: Gemüsebrühe aus frischem Gemüse, ohne Salz oder Gemüsebrühepulver oder weitere Gewürze, mit denen Sie experimentieren wollen. Zum Beispiel Chilipulver, Kräuter etc.

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  • Mehle und trockene Gewürze miteinander vermengen und mit derselben Menge Wasser (oder auch etwas weniger), in das man zuvor Tomatenmark und Senf gegeben hat, zu einem Teig vermengen.
  • Den Teig - je nach Wunsch - zu langen oder dicken Würsten formen bzw. rollen.
  • Nun schneiden wir Backpapier in die passende Größe: Denken Sie dabei daran, dass sie jede Wurst ca. 2 mal umwickeln möchten und an beiden Enden Platz zum "Zwirbeln" des Papiers für den typischen Wurst-Look benötigen.
  • Beim "Zwirbeln" drehen Sie das überstehende Backpapier an beiden Enden jeweils in eine Richtung, bis sich ein "Seitan-Bonbon" ergibt. Die Enden fixieren Sie mit etwas Feuerfestem, z.B. kleinen Metallzangen oder -klemmen.

Tipps für vegane Bratwurst nach jedem Geschmack

  • Für "Grillspuren" legen Sie die in nicht mehr als 2 mal umwickelten Würste schräg auf ein Backrost! Funktioniert umso besser, je mehr rote und dunkle Gewürze die Wurst enthält und je schwerer/dicker sie ist.
  • Um eine besonders dicke Haut zu erlangen - aber auch eine trockenere Wurst - lassen Sie das "Zwirbeln" an den Wurstenden weg und legen die eingewickelten Würste mit "offenen Enden" einfach so auf ein Backblech.
  • Für eine andere Farbe lassen Sie das Tomatenmark einfach weg und fügen Gewürze hinzu. Zum Beispiel Zwiebelpulver, Zitronenpfeffer, Petersilie, Liebstöckel, Flüssigrauch...
  • Für Weißwurst verwenden Sie kein Tomatenmark und stattdessen Petersilie, Liebstöckel, Selleriepulver, Zwiebelpulver, Senf, Salz und Pfeffer im Teig.
  • Für Hot-Dogs verwenden Sie Flüssigrauch, Salz und Paprikapulver im Teig.
  • Für eine weniger dicke Haut backen Sie den Teig nicht wie im nächsten Schritt beschrieben, sondern dämpfen ihn und ersetzen bereits beim Anrühren einen Teil Wasser durch Rapsöl.

Nun backen Sie das Ganze maximal eine Stunde lang im Backofen, schalten den Backofen aus und lassen die Würste danach darin zusammen mit dem noch warmen Backofen erkalten. (Experimentieren Sie ruhig auch mit anderen Temperaturverhältnissen. Je dünner die Würste, umso kürzer die Backzeit.)

Fertig!

Ohne Senf und andere scharfe Gewürze zubereitet, dafür am besten mit ein bisschen Carnitin und Taurin, kann man so übrigens auch tolle Schmankerl für Hund und Katze kreieren.