Weihnachten - das Fest der Liebe? Hoffentlich. Wir alle feiern ja unterschiedlich.

"Alles eine persönliche Entscheidung." ...Und so weiter.

Tipps für Nicht-Veganer (Ominvoren), die mit Veganern feiern

Wenn es nicht allen gut dabei geht, ist es keine Feier. Machen Sie keine dummen/negativen Kommentare über Veganer, Tiere und veganes Essen, wenn Sie es sich irgendwie verkneifen können. Ansonsten zwingen Sie die Veganer unter sich einfach nur zu einem "gute-Miene-zum-bösen-Spiel-machen". Das macht keinen Spaß. 

Sie würden auch nicht gerne in einer Gruppe von Veganern darüber ausgefragt werden, "warum Sie Tieren und Umwelt so schlimme Sachen antun" etc. pp. Alles legitim. Auch die Witze und Hinterfragungen des Lebensstils. Aber angenehm? Notwendig?

Nein, einfach nur nervtötend. Auch für Veganer.

Derartige Debatten machen einfach niemandem Spaß, Punkt. Respekt muss beiderseitig gegeben sein. Witze zu reißen und dann zu sagen "ich meine es ja nicht böse" ist nicht die beste Strategie. (Es sei denn, Sie möchten Ihren veganen Mitmenschen auf Distanz bringen. Aber dann hätten Sie ihn ja nicht eingeladen, oder?) 

Stellen Sie sich vor, fast überall, wo Sie hingehen, mit Ihrem Lebens- und Ernährungsstil in der Minderheit zu sein. Kurz gesagt: Es gibt mehr dumme Sprüche als Veganer. 

Wollen Sie nett sein? Ermuntern Sie die eingeladenen Veganer dazu, selber auch ein paar vegane Sachen mitzubringen. Eine vegane Lasagne, einen Gemüseauflauf oder eine vegane Quiche kriegt absolut jeder hin 
siehe Rezepte

Sie kochen selbst? Kochen Sie ganz einfach 1-2 Beilagen separat von toten Tieren und ohne Butter, Milch, Eier und sonstige tierische Produkte. Bratkartoffeln, Pellkartoffeln, separat gebackene Back- oder Folienkartoffeln zusammen mit einer Gemüsepfanne machen wenig Aufwand und werden Ihren Gast-Veganer sehr glücklich und dankbar machen. (Falls er oder sie es nicht zeigt - die Situation am Tisch mit einem toten Tier darauf zu sitzen ist für viele von "uns" sehr bizarr und anstrengend.)

Kommen Sie veganen Vorschlägen entgegen. Wenn ein Veganer vegane Alternativen mitbringt, vergessen Sie die Extra-Kalorien und probieren wenigstens. Das tut keinem weh und die Veganer unter Ihnen fühlen sich weniger außerirdisch in ihrem absonderlichen Mitgefühl für Tiere. (Wahrheit tut weh, aber so ist es ja.)

Vielleicht interessiert Sie ja das vegane Fresschen auch ein bisschen? Eine gute Strategie ist es, jeweils halb und halb vegan und konventionell zu essen. Das spart Kalorien und erweist allen Köchen gleichermaßen Respekt.

Über die Feiertage zu viel durcheinander gegessen? - Eine Portion Magnesium-Citrat am Abend nach der Völlerei hilft Veganern und Nicht-Veganern bei der Verdauung.

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Szenario Veganer bei Nicht-Veganern 

Da sitzen Sie also ... Wie der Philantroph bei Kannibalen. Fühlt sich eigentlich überhaupt nicht gut an. Sie selbst leben vegan und sind bei Nicht-Veganern zu Gast. Sehr oft sind das die eigenen Eltern und Geschwister, die nicht so ganz nachvollziehen können, warum Sie vegan leben. Oder überhaupt nicht.

Weihnachten ist eine stressige Zeit für viele Veganer, die nach Hause zu den Eltern fahren.

Egal, ob Verwandtschaft oder nicht, entscheiden Sie sich, ob Sie essen werden, was auf den Tisch kommt (was nicht heißen muss, dass es tierisch wird) oder den Gastgebern entgegenkommen. Bleiben Sie freundlich und bestimmt bei Ihrer Entscheidung. Falls Sie nur unter Veganern feiern wollen, seien Sie ehrlich zu sich selbst und feiern Sie so, wie es Ihnen am liebsten ist.

Die beste Lösung zu Gast bei Nicht-Veganern: Erleichtern Sie die Köche und bringen Sie ein veganes Gericht selbst mit (Ideen folgen). Nicht nur Süßkram. Wenn alle - Sie inklusive - darauf Lust darauf haben, bieten Sie ruhig an, für die gesamte Versammlung zu kochen. 

Wenn Sie beim Thema Tiere essen emotional sind - und das sind Sie wahrscheinlich, dazu aus gutem Grund - tun Sie sich einen Gefallen und bringen Sie das Gespräch von sich aus nicht darauf. Steht der Vogel schon auf dem Tisch? - Sie werden heute niemanden ändern. 

Die Feiertage sind zum gemeinsamen Entspannen da. Gehen Sie mit dieser Einstellung feiern. Oft lässt sich ein Kompromiss wie das gemeinsame Essen der pflanzlichen Beilagen konflikt-frei besprechen. Manche Nicht-Veganer sind weniger tolerant. Hier hilft nur: dumme Kommentare schlucken und weitermachen.

Viele dumme Kommentare basieren auf Unsicherheit und der Strategie, die eigene kognitive Dissonanz (angesichts der zweifelhaften Entscheidung, dass auch an Weihnachten ein Tierleben gerade mal so viel wert ist wie eine Mahlzeit, vielleicht auch zwei) zu dämpfen, indem man die vegane Minderheit belächelt. 

Da hilft nur eine Extra-Portion Kartoffelbrei. 
(Für Sie? Oder dem Gegenüber ins Gesicht? - Ihre Wahl. Ich übernehme keine Haftung.)

Ansonsten helfen zur Vorbereitung für eine möglichst friedliche Weihnachtszeit 2 Dinge ganz besonders: 

  • Meditation. Das heißt abschalten und gar nichts tun. Suchen Sie nach "healing frequencies" oder "mindfulness meditation" auf youtube. Es gibt diverse Frequenzen, die Ihre Gehirnwellen (ganz grob gesagt) verlangsamen können und somit eine großartige Unterstützung für Meditations-Neulinge sind. 
    Musik beeinflusst unsere Emotionen ganz enorm. Das ist kein Geheimnis. Bei regelmäßiger Konzentration auf bestimmte Frequenzen stellt sich ihr Gehirn und damit auch ihr emotionales Innenleben auf die langsamere Gangart ein. Sie werden gelassener, können sich besser auf das Wesentliche konzentrieren und verinnerlichen Konflikte weniger (zumindest in den Phasen, in denen Sie meditieren, bei längerer Anwendung auch dauerhaft).
    Probieren Sie diverse gratis Angebote auf youtube aus, bis Sie eine Musik finden, die Sie in einen traumartigen, friedlichen Zustand katapultiert. Was Ihnen an manchen Tagen langweilig vorkommt, kann an wüsten Tagen Wunder wirken. Hören Sie bei der Wahl Ihrer Musik auf Ihr Bauchgefühl. Wovon geht es Ihnen besser? Was macht Sie ruhiger, neutraler? (Und nicht rührseliger, trauriger oder gelangweilter.)
     
  • Bewegung. Auch und gerade an Weihnachten, mit vielen Situationen, die zu sozialen Konflikten führen können (nicht nur für Veganer) ist Bewegung immer noch der beste Stresskiller. 
    Achten Sie auf sich und darauf, dass Sie ausgeglichen bleiben und ausreichend Vitamin D abbekommen. (Sonne! Oder täglich Pilze und/oder Avocado. Oder ein Ergänzungsmittel.)
    Tanzen, rennen, spazieren gehen, Schlittschuh fahren ... ein Abend im Thermalbad. Im Freien. Idealerweise unter einem klaren Sternenhimmel. Bewegung muss Spaß machen. Und das kann sie auch.